Über uns‎ > ‎Persönliches‎ > ‎Katja‎ > ‎

Ich will doch bloß singen

Bloß singen will ich und nicht etwa vorsingen, einer Gemeinde angehören, Unsummen zahlen oder mich jedes Semester neu anmelden müssen. Nachdem ich zurück nach Bremen gezogen bin, war ich dabei mir mein Alltagsleben neu zu gestalten. Singen sollte ein Bestandteil dessen werden.

Als Teenie habe ich mich schon mal in einen Chor „geschmuggelt“ und später den ein oder anderen Kurs bei der VHS belegt, aber ich kann auch nur so gut oder schlecht singen wie jeder andere Mensch ohne irgendeine Vorbildung. Ein Chor mit Aufnahme-Prozedere fiel also schon mal aus. Außerdem sollte es etwas sein, wo der Altersdurchschnitt unter dem Renteneintrittsalter liegt und es einfach nur ums Singen geht. Die Mehrheit der Resultate meines Freunds „Google“ fiel damit schon mal weg. Letztlich wurde ich aber auf einer der weiteren Ergebnisseiten fündig: ein Eintrag auf bremen.de, der neugierig machte. Der Blick auf diese Webseite machte noch neugieriger.

Okay, Humor haben die von „Sacred Harp“ anscheinend schon mal, bei den „Fragen und Antworten“ musste ich jedenfalls lachen (oder lag es am Wein, den ich parallel dazu trank?!). Na, dann nochmal ein paar Beispiele auf YouTube anhören. Oh! Klingt schön! Anders, aber schön! Die sollte ich wohl wirklich mal beschnuppern. 

Tja, aber die gute, alte Schwellenangst. Nachdem ich es ein paar Mal aufgeschoben hatte (Ich bin müde! Der Weg ist so weit! Ich kenn die ja gar nicht! Ich kann ja wirklich überhaupt gar nicht singen!....) schickte ich dann eine Ankündigung, dass ich kommen will, über die Webseite, damit ich keinen Rückzieher mehr machen konnte. Die prompte und sehr nette Rückmeldung hat mich dann weiter bestärkt wirklich mal vorbeizuschauen.

Und, was soll ich sagen, das waren und sind alles ganz normale Leute (mehr oder weniger zumindest ;-) ), die mich sehr nett begrüßt und mir Dinge erklärt haben und dann auch noch wissen wollten, ob ich wiederkomme. Ich kam wieder.

Und jetzt? Singen kann ich immer noch genauso gut oder schlecht wie vorher, bei neuen Liedern komme ich ins Schwimmen. Die „Shapes“ kann ich mittlerweile lesen, verheddere mich bei komplexeren Liedern regelmäßig. Aber zum Glück sitzen in jeder Stimme ein paar Könner, an denen man sich orientieren kann. 
Die Lieder, die regelmäßig gewünscht werden, kann ich hingegen so einigermaßen oder zum Teil auch ganz gut und singe sie mit Inbrunst mit ;-)

Es motiviert mich meine Fortschritte zu beobachten und je mehr Lieder ich kann, desto mehr Spaß macht es.
Und die strahlenden Gesichter und das Glücksgefühl in Bauch und Raum, wenn uns ein Stück besonders gut gelungen ist, sind sowieso unschlagbar. Das kann man nicht beschreiben, das muss man erleben!